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Datum: 30. März – 16. April 2020

Expeditionsleiter: Dr. Christian Adler

• 20 Tage Expedition, Hundeschlittentour mit Eskimos
• Mit polareskimoischen Jägern unterwegs
auf 78° Nord
• Erleben Sie eine faszinierende hochpolare Wildnis im Winter
• Gelegenheit zu Tierbeobachtungen: Walrosse, Robben, möglicherweise treffen wir Bären.

Diese Abenteuerreise bietet die seltene Gelegenheit eine noch weitgehend intakte Eskimokultur sehr nahe zu erleben. Ihr Expeditionsleiter ist dort sozusagen ein "Einheimischer". Er kennt die Inuit und sie kennen ihn. Er hat hier gelebt, er spricht ihre Sprache und hat Zugang zu den Menschen, die sich "kavdtlunas" (Fremden) gegenüber ansonsten sehr zurückhaltend verhalten.

Mit Thule verbunden sind viele berühmte Namen wie Robert E. Peary, Knud Rasmussen, Peter Freuchen,... Für viele Pionierexpeditionen war Thule der Ausgangspunkt. Noch heute liegt der Thuledistrikt sehr einsam und abgeschieden. Nur wenige Fremde konnten bis heute in diese Region gelangen.
Wir wollen in die Fußstapfen der früheren Pioniere treten und mit den Polar-Inuit, den an nördlichster Stelle lebenden Eskimo der Erde auf Schlittenreise ziehen, mit denselben Mitteln mit denen bereits vor hundert Jahren Robert E. Peary reiste als er den Nordpol bezwang.
Sie erleben ein wirkliches Abenteuer in einer faszinierenden, wahrhaft spektakulären, winterlichen Landschaft.

Reiseverlauf


1. Tag: Anreise nach Kopenhagen

Flug nach Kopenhagen. Übernachtung im Hotel.

2-3 Tag: Kopenhagen-Kangerlussuaq-Ilulissat

Flug ab Kopenhagen via Kangerlussuaq nach Ilulissat. Sie haben ausreichend Gelegenheit zur Besichtigung dieses berühmten Ortes an der Westküste Grönlands und des Eisfjordes samt der alten Siedlung Sermermiut, die zum «Kulturerbe der Menschheit» erklärt wurde.

4. Tag: Ilulissat - Upernavik - Qaanaaq

Transfer zum Flughafen, ein herrlicher Flug entlang der westgrönländischen Küste steht bevor. Zwischenlandung in Upernavik. Am Mittag erreichen wir Thule-Qaanaaq, Einquartierung im Gästehaus. Abends erfolgt die erste Einweisung und Vorbereitung auf die Schlittenreise. Wir bleiben 2 Nächte.

5. Tag: Qaanaaq (Thule)

Wir unternehmen einen Rundgang durch die Inuit-Siedlung mit ca. 800 Einwohnern, besuchen u.a. das Museum. Dieser Tag dient der Akklimatisation und dem Ausrüstungstest.

6. Tag: Start zur Hundeschlitten-Tour

Nun geht es los auf große Hundeschlittentour. Jeder Teilnehmer erhält seinen eigenen Schlitten mit einheimischem Führer. Die Ausrüstung wird verstaut und festgezurrt, dann knallen die Peitschen unserer eskimoischen Begleiter. Wir fahren über das gefrorene Meer durch eine weite, unglaublich einsame Landschaft.

Alle eineinhalb Stunden machen die Jäger eine Teepause, die auch wir nutzen, um uns etwas aufzuwärmen. Tagesziel ist Siorapaluk, die nördlichste konstant bewohnte Siedlung der Welt. Wir erreichen sie nach acht Stunden. Am Strand werden wir von den Bewohnern sehr freundlich begrüßt, wärmen uns wieder bei einer Tasse Tee und beziehen eine einfache Hütte.

7. -12. Tag: Abenteuer - Hundeschlitten

Schon in alter Zeit fuhren die Inuit um diese Jahreszeit mit ihren Schlitten nach Neqe und noch nördlicher bis nach Pitorarfik, um dort von der Eiskante aus zu jagen. Der Grund: Dort gibt es sog. 'Polynias', Stellen offenen Wassers, die auch im tiefsten Winter nicht zufrieren. Hier halten sich Gruppen von Walrossen auf.

Sofern es die aktuellen Eisverhältnisse zulassen, werden wir den Spuren der Jäger folgend eine Landschaft bereisen, die nur sehr wenige Europäer je zu Gesicht erhielten. Wir hoffen, daß wir dann auch mit dabei sein können, wenn die Inuit mit ihren Harpunen zur Walroßjagd oder Robbenjagd losziehen. Das Fleisch benötigen sie, um ihre Hunde zu füttern.

Sollte das Eis auf dem Meer für die Fahrt nach Norden zu dünn sein, besuchen wir den Verhoefen Gletscher, verlassen dann Siorapaluk in Richtung Süden und biegen östlich in den "Mc Cormick Fjord" ein. Wir folgen ihm bis an sein hinterstes Ende und schlagen unser Lager in einem Flußbett auf, durch das im Sommer die Lachse ziehen. Ein Teil der Gruppe wird hier im Zelt der andere in einer winzigen Jagdhütte nächtigen.
Insgesamt zweimal während der Reise wird ein Teil der Gruppe in Eskimozelten schlafen, der andere Teil in den Biwakhütten. Die Zelte sind in der Nacht beheizt, ein Grund weshalb es manche Teilnehmer in den Zelten sogar kuscheliger fanden und sie den Biwakschachteln vorzogen.

Tags darauf erleben wir wieder ein landschaftliches Highlight: die Traverse über zwei Seen und durch einen engen Kanal zwischen zwei Gletschern bis hinunter in den Bowdoin Fjord. Erst am Abend erreichen wir schließlich die große Jagdhütte von Kangerdluarssuk.

Am Folgetag unternehmen wir einen Ausflug zu einem gewaltigen Gletscher und fahren bis an die Eiskante.
Unser nächstes Ziel: Wir fahren tief hinein in den größten Fjord des Thuledistriktes, die "Inglefield Bredning", vorbei an Koinissut, dem alten Walfangplatz der Inuit, der schon vor Jahrhunderten bewohnt wurde. Aus dem Schnee ragen die Ruinen alter Torfhäuser.

Wir passieren steil aufragende Felswände und gelangen schließlich in eine traumhafte Kristallwelt aus Eis und Schnee, sind am Abend umgeben von fünf Gletschern, die vom Inlandeis ins Meer fließen.

Hier entstehen im Sommer die Eisberge, manche so groß, so dass man sie für Inseln halten könnte. Am Rande eines Gletschers werden wir unser Zeltlager aufschlagen, beobachten, wie sich die Berge bis Mitternacht in den verschiedensten Pastellfarben verfärben.

13. Tag: Tracy + Heilprin Gletscher

In langsamer Fahrt werden wir heute den ganzen Tag lang die bizarre Eiswelt des Tracy Gletschers und des Heilprin Gletschers bestaunen. Unterwegs sehen wir die Inuit beim Heilbuttfischen. Wir nähern uns langsam der Insel Keqertat mit der wohl noch ursprünglichsten Eskimosiedlung Grönlands. Übernachtung in einer einfachen Hütte.

14. Tag: Keqerta

Ihr Reiseleiter ist in Keqertat sozusagen zuhause, denn er hat in dieser Siedlung längere Zeit gewohnt. Mit seinen Bewohnern bestens befreundet wollen wir hier persönliche Kontakte mit den Bewohnern knüpfen und einmal selbst den Eskimoalltag erleben.
Übernachtung in einer einfachen Hütte.

15. Tag: Kangerdlussuak

Wir fahren nach Kangerdlussuak, wo ehedem der erste Missionar des Distriktes lebte, sehen alte Torfhäuser, die noch bis in die Siebziger Jahre bewohnt wurden und uralte Steinhäuser, wie sie vor Ankunft der Europäer gebräuchlich waren. Übernachtung in einem einfachen Haus.

16. Tag: Qaanaaq (Thule)

Unsere Schlittenführer bringen uns zurück nach Qaanaaq, vorbei an der "Festung" von Thule, bizarren Türmen und hoch aufragenden Felswänden. In Qaanaaq übernachten wir wieder im Gästehaus und werden vor allem die Dusche genießen.

17. Tag: Qaanaaq

Gelegenheit zum Souvenireinkäufen und zum Museumsbesuch. Empfohlen wird eine Wanderung ca. 300 Höhenmeter aufsteigend Richtung Inlandeis zu einem Punkt mit herrlichem Rundumblick.

18. Tag: Qaanaaq - Ummanaq - Ilulissat

Transfer zum Flughafen, Flug nach Upernavik, dann weiter nach Ilulissat, Übernachtung im Hotel und Gelegenheit zu letzten Souvenireinkäufen Am Abend feiern wir den Abschiedsabend mit einem üppigen Grönlanddinner.

19. Tag: Ilulissat - Kangerlussuaq - Kopenhagen

Rückflug nach Kopenhagen via Kangerlussuaq, Ankunft spät am Abend. Ü/F Hotel

20. Tag: Kopenhagen - Schweiz

Rückflug von Kopenhagen zum Heimatflughafen

Hinweis

Die Durchschnittstemperaturen liegen im April/Mai zwischen -10 bis -25 Grad. Wir haben in dieser Jahreszeit bereits 24 Stunden Tageslicht, können also selbst in der 'Nacht' unterwegs sein. Die Reise führt in eine Region ohne touristische Infrastruktur. In Thule herrschen expeditionsähnliche Bedingungen. Das heißt: Sie müssen in den Hütten und Zelten mit sehr niedrigem (Eskimo-)Komfort zurechtkommen können (z.B. kein Wasser zum Waschen während der gesamten Schlittentour, nur zum Zähneputzen). Das Trinkwasser muß geschmolzen werden. Sie liegen auf einer hochisolierenden Matte, die keine Kälte durchläßt.

Wichtig ist, daß es Sie auch nicht belastet, wenn das Programm gemäß den jeweiligen Umweltbedingungen stattfindet und keinem starren Reiseablauf folgt. Sie sind bereit, sich entsprechend anzupassen und sich mit ihren Mitreisenden aktiv um das Gelingen der Reise zu bemühen.



Das hier ausgeschriebene Programm ist als ein Vorschlag zu verstehen, denn der Tourenverlauf ist sehr abhängig von den Wetter-, Schnee- und Eisverhältnissen . Das Programm kann vor Ort kurzfristig geändert werden, um das bestmögliche Reiseerlebnis zu gewährleisten..
Sie sind ausreichend flexibel, um sich den lokalen Bedingungen anzupassen und auch persönlich bereit, gemeinsam mit Ihren Mitreisenden aktiv zum Gelingen der Expedition beizutragen.

Anforderungen

Die Schlittenfahrten dauern zwischen drei und acht Stunden. Eine besondere Kondition ist hierfür nicht erforderlich.
Ruhe und Gelassenheit sind in der Arktis wichtige Eigenschaften, beides sollten Sie für diese Art Abenteuerreisen reichlich mitbringen.

Preise für PolarNEWS - Leserexpedition

Alle Preise in EURO pro Person EURO
Reisepreis ab/bis Kopenhagen 9'495


Im Preis inbegriffen
• Komplette Organisation der Reise und Leitung durch polarerfahrenen Experten
• 10 tägige Schlittenreise
• pro Person ein Hundeschlitten mit Führer
• Stellung von Spezial-Isomatte
• beheizte Eskimozelte
• Küchenausrüstung
• expeditionsgerechte Vollverpflegung ab und bis Qaanaaq
• GPS
• Notfallapotheke
• 2 Übernachtungen in Kopenhagen (Hotel DZ/F)
• 3 Übernachtungen in Ilulissat (Hotel DZ/F))
• Übernachtungen in Qaanaaq (Gästehaus, DZ)
• Übernachtungen in Hütten und Jagd-Biwaks
• Zeltübernachtungen

Kälteschutzanzüge, Stiefel bzw. Eskimo-Fellkleidung können gemietet werden
Für die Reise ist ein gültiger Reisepass ist erforderlich.

Im Preis nicht inbegriffen
• Ab- und Abreise nach Kopenhagen
• Restaurantaufenthalte in Kopenhagen, Ilulissat und Qaanaaq;
• Kosten für persönliches Übergepäck
• Aufschläge für Einzelzimmerbelegung
• Kosten bei Flugverspätungen, sofern Sie nicht von der Airline getragen werden.
• Mueumseintritt, Reiserücktrittsversicherung.

Teilnehmerzahl:
Minimum 5, max. 7 Personen

Expeditionsleitung

Dr. Christian Adler (Expeditionsleiter)

Als Bergsteiger kenne ich so manchen Fünf- oder Sechstausender in den Anden oder in Afrika. Als Verhaltensforscher habe ich Naturvölker in den entlegensten Weltecken besucht, bei ihnen gelebt und über sie gearbeitet.
Ich reise bereits seit 1972 in die Arktis, habe Anfang der Siebziger Jahre drei Jahre unter den Polareskimo im Thuledistrikt verbracht und mit einer Arbeit über ihre Verhaltensweisen promoviert.
Ich habe damals gelebt wie ein Eskimo unter Eskimos und führte meinen eigenen Jägerhaushalt. So war ich täglich unterwegs auf Robbenjagd, mit dem Kajak auf Waljagd und begleitete meine Siedlungsgenossen zur Walross- oder Bärenjagd. 1973 fuhren wir mit dem Hundeschlitten von Grönland nach Kanada. Für den «Weissen» war dies damals die erste Wiederholung einer grossen Pionierexpedition.
In der Folge hat mich die Arktis nicht mehr losgelassen. 1985 begann ich im Auftrag eines Veranstalters mit dem Expeditionstourismus in Spitzbergen. Sechs Jahre lang führte ich jedes Jahr mehrere Gruppen. Danach bereiste ich mit meinen Teilnehmern Ostgrönland und zwischen 1995 - 2001 fuhr ich wieder nach Thule (Nordgrönland). Jedes Jahr, und die Eskimos freuten sich! Zwischendurch unternahm ich Touren mit Reisegruppen in den Tropen, in der Sulu-See z.B., weil ich mir dort 1984 ein Segelschiff bauen liess. Später im Calamianes-Archipel, einer nicht minder ausgefallenen Weltgegend in der südlichen China-See. Und seit 2002 fahre ich wieder alljährlich nach Ostgrönland. Patagonien und Kamtschatka kamen hinzu, weil meine Teilnehmer zu Freunden wurden und immer wieder mit mir fahren wollen, manche fahren schon seit den Achtzigern mit. Weil sie mich aufforderten doch neue Reisen auszuarbeiten und zu organisieren. Patagonien war bereits beim ersten Mal ein Hit, einige fuhren sogar zweimal mit. Ich verbürge mich für eine sorgfältige Planung und Durchführung der Reise.

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Tel +41 44 342 36 60
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