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Tourcode 767651-01

Datum: 06. bis 22. August 2017

Die sibirische Arktis stellt für viele immer noch ein Gebiet voller Geheimnisse dar. Eine einzigartige Flora und Fauna hat hier die Zeit überstanden. Die Inseln sind von Gletschern gestaltet und mit Bergen bedeckt und eine arktische Tierwelt aus Eisbären, Rentieren und Walrossen hat hier ihren natürlichen Lebensraum.

Im Gegensatz zu anderen arktischen Inseln hat die Wrangel Insel weder eine permanente Eiskappe noch Gletscher. Jedoch machen es nahe der Grenze zum ewigen Eis Packeis-Schollen selbst im Sommer schwierig, sie auf den Seeweg zu erreichen. Die Tundralandschaft wird von Rot– und Brauntönen bestimmt, aber auch blühende Pflanzen können wir finden. Noch bevor der Schnee geschmolzen ist, kommen auch die ersten gefiederten Sommergäste auf die Insel und beginnen, in den geschützten, grünen Tälern mit dem Nestbau. Die Tatsache, dass im Sommer das Küsteneis aufbricht, führt auch Meeressäuger auf die Insel, wo sie in den seichten, frostfreien Gewässern leichter Nahrung finden. Mit den ersten Löchern im Eis erscheinen Bart-, Eismeer-, und Ringelrobben und später kommen die Walrosse zur Aufzucht ihrer Jungen. In manchen Jahren ist die Insel von Abertausenden dieser massigen, schnurrbärtigen Tiere bevölkert. Auch der grösste Bestand von Eisbären in der Arktis ist hier zu finden. 2004 wurde ihre Landschaft von der UNESCO zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Bereits seit 1976 existierte das «Naturreservat Wrangelinsel».

Aus PolarNEWS 8 - Wrangel Island [415 KB]

Reiseleitung: Steffen Graupner, Dipl.-Geophysiker & Vulkanologe


1. Tag: Zürich - Moskau - Anadyr
Linienflug von Zürich über Moskau nach Anadyr/Chukotka.

2. Tag: Anadyr - Einschiffung
Gegen Mittag Ankunft im Russischen Fernen Osten und Transfer zur Pier. Einschiffung auf die «SPIRIT OF ENDERBY» und Beginn unserer Expeditionskreuzfahrt.

3. - 4. Tag: Tschuktschen-Halbinsel
Am ersten Tag auf See lernen wir die Mitreisenden kennen und die Lektoren stimmen uns mit ihrem Vortragsprogramm auf die vor uns liegenden Tage ein. Am zweiten Seetag sollten wir die Tschuktschen-Halbinsel erreichen, ein Naturparadies mit Tausenden von Seevögeln, die im Sommer zum Nisten hier in den Norden ziehen. Nur wenige

Besucher aus dem Westen hatten bisher die Chance, die gewaltigen Bergketten und abgelegenen Siedlungen der Tschuktschen in diesem Teil der Welt zu sehen. Ethnologisch gehört dieses Volk zu den Inuit, die einst über Nordamerika hinweg nach Grönland zogen. Während unserer Anlandungen werden wir einige typische Dörfer besuchen und die umgebende Tundra erkunden.

Auf Ittygran Island finden wir die «Whalebone Alley», eine heilige Kultstätte der Inuit, mit einer Vielzahl von Walknochen, die die einstige Walfangkultur dokumentieren.




5. Tag: Cape Dezhnev
Fahrt durch die Bering Strasse, der schmale Wasserweg, der Russland und die Vereinigten Staaten trennt und benannt nach dem einst im Dienst des russischen Zaren stehenden Seefahrers und Entdeckers Vitus Bering. Wir planen eine Anlandung bei Cape Dezhnev, dem östlichsten Punkt des eurasischen Kontinents.


Ein paar Seemeilen davon entfern versuchen wir eine weitere Anlandung in der Siedlung Uelen, hier leben die Tschuktschen wie seit Jahrtausenden von ihren Rentieren und vom traditionellen Fischfang. Eines der Hauptnahrungs-mittel ist des Walross. Davon fertigen die Einwohner von Uelen die weltbekannten Schnitzereien der Walrosshauer.


6. Tag: Kolyuchin Island
Unterwegs über den Polarkreis und hinein in den Polartag hoffen wir an der Insel Kolyuchin, im Nordpolarmeer vor der Küste von Chukotka gelegen, anzulanden Die kleine Insel liegt in einem Naturschutzgebiet, in dem im Sommer Tausende Kormorane, Lummen und Papageitaucher nisten. Gelegentlich findet man auch Walrosse am Strand.

Von nun an gilt mehr denn je auf dieser Reise: Flexibilität ist der Schlüssel zum Erfolg - Wetter und Eis bestimmen täglich aufs Neue das Programm.


7.-11. Tag: Wrangel Insel
Durch das Packeis der Long Strait nähern wir uns der Wrangel Insel. Wir sollten an Deck sein, denn die Gewässer sind reich an Eisbären und Walrossen, die man häufig auf Eisschollen beobachten kann. Die Insel wurde 2004 mit ihrer atemberaubenden Landschaft von der UNESCO zum nördlichsten Weltnaturerbe erklärt und in die Liste des Welt-

kultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Bereits seit 1976 existiert das «Naturreservat Wrangelinsel», ein Schutzgebiet insbesondere für Eisbären, die hier überwintern und ihre Jungen aufziehen. Aber auch Walrosse, Moschusochsen, Rentiere und Schneegänse findet man in grosser Zahl. Zudem ist die Wrangel Insel nach wissenschaftlichem Konsens wohl der Ort, an dem ca.

1.500 v. Chr. die letzten Mammuts gelebt haben. Obwohl ihre Gebirgswelt bis zu 1.096 m über den Meeresspiegel aufragt und die Wrangelinsel im Winter völlig von Treibeisschollen eingeschlossen wird, ist das Land nicht vergletschert. Die sich nördlich anschliessende polare Packeisgrenze ist im Sommer in dieser Gegend in der Regel nur etwa 100 bis 200 km entfernt. Daher kommt es

vor, dass die Wrangel Insel selbst im Sommer nur schwer erreichbar ist, wenn sie von dicken Treibeisschollen umschlossen wird. Bei guten Eis- und Wetterbedingungen versuchen wir auch Herald Island, eine kleine und sehr unzugängliche Insel östlich der Wrangel Insel, anzulaufen.

1823 vermutete Ferdinand von Wrangel bei der Kartografierung der Tschuktschen-Halbinsel die Existenz einer der Halbinsel im Nordpolarmeer vorgelagerten Insel, nachdem er beobachtet hatte, dass Vogelschwärme weiter auf das Polarmeer hinausflogen. Die einheimischen Tschuktschen bestätigten dies, jedoch wurde die Insel erst 1849 gesichtet und am 12. August 1881 erstmals betreten.


Wichtig: Alle Landungen und Ausflüge auf beiden Inseln sind abhängig von örtlichen Genehmigungen und den zum Teil extremen Eisbedingungen.


12. Tag: Nordsibirische Küste
Obwohl diese Gegend gut kartiert ist, sind bislang wenige Expeditionsschiffe hierhergekommen. Je nach Wetter-bedingungen werden wir versuchen, um Kap Vankarem und entlang der wilden und abgeschiedenen Küste Anlandungen zu unternehmen.


13. Tag: Kolyuchin Bucht
Ausflüge entlang der Küste der Kolyuchin Bucht. In den Sanddünen lebt der seltene Löffelstrandläufer und in den Gewässern werden oft Buckelwale und Grauwale gesichtet.

14. Tag: Big Diomede Island
Im Jahre 1867, als die USA von Russland den Staat Alaska gekauft haben, wurden die Grenzen neu verlegt. So ist Big Diomede Island nun der östlichste Punkt Russlands. Ausser einer Grenzstation ist die Insel unbewohnt, denn die Ureinwohner, die Yupik, wurden nach Beendigung des 2. Weltkrieges auf das russische Festland umgesiedelt. Heute

finden wir hier eine grosse Brutkolonie Rotschnabelalken und andere Vogelarten vor. Die Diomedes-Inseln bestehend aus der «Kleinen Diomedes-Insel» im Osten und der «Grosse Diomedes-Insel» im Westen sind rund vier Kilometer voneinander entfernt und bilden zum einen die Staatsgrenze zwischen Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika und zum anderen auch die Internationale Datumsgrenze.

Erstmals von einem europäischen Forscher entdeckt wurden die Inseln im August 1728 durch Vitus Bering, der sie nach dem Tag der Entdeckung nach Diomedes, einem Teilnehmer des trojanischen Krieges, benannte.


15. Tag: Auf See - unterwegs nach Anadyr
Heute ist der letzte Seetag. Wir haben noch genügend Zeit, um die Eindrücke dieser aussergewöhnlichen Expedition Revue passieren zu lassen und uns zu entspannen.

16. Tag: Ausschiffung und Flug nach Moskau
Unsere Expeditionskreuzfahrt ist in Anadyr zu Ende. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Moskau. Transfer zum ***Hotel.

17. Tag: Rückflug und Ankunft in Zürich
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen von Moskau und Flug mit Swiss International Airlines nach Zürich.

Alle hier dargestellten Reiseverläufe dienen der groben Orientierung. Das Programm kann sich durch lokal vorherrschende Eis- und Wetterbedingungen, Verfügbarkeit von Anlandungsorten, sowie Tierbeobachtungsmöglichkeiten vor Ort laufend ändern. Der endgültige Reiseverlauf wird vom Expeditionsleiter an Bord bestimmt. Flexibilität ist Grundvoraussetzung bei Expeditionsreisen.



Angaben und Deckplan zur finden Sie hier....

Wrangel Island,

Tschukotka Halbinsel, weiter... [631 KB]

Nützliche Tips für Ihre Reise finden Sie
hier...






Verlangen Sie die detaillierte Dokumentation zu dieser Expedition, hier...

Diese PolarNEWS-Leserreise wird mit unserem Partner Ikarus Tours durchgeführt.


Preise für PolarNEWS - Leserexpedition

Alle Preise in CHF pro Person CHF
A - Zweibettkabine mit Bullauge, ohne D/WC, Hauptdeck 18'290
B - Superiorkabine mit Fenster + D/WC, Mitteldeck 18'730
C - Superior-Plus Kabine mit Fenster + D/WC, Mittel- und Oberdeck 19'610
D - Minisuite, Oberdeck 20'160
E - Heritage Suite, Oberdeck 20'990
   
A - Einzelkabinen Zuschlag (Bullauge, ohne D/WC, Hauptdeck) 9'230
B - Einzelkabinen Zuschlag (Superiorkabine mit Fenster + D/WC) 9'670
C - Einzelkabinen Zuschlag (Superior-Plus Kabine, Fenster + D/WC) 10'330
   
Einzelzimmer Zuschlag Landprogramm 260
Visum für Russland ca. 160
   



Im Preis inbegriffen
● Linienfüge ab/bis Zürich nach Moskau mit SWISS inkl. Steuern und Gebühren
● Flüge ab/bis Moskau nach/von Anadyr mit UTair
● eine Übernachtung im ***Hotel in Moskau nach der Seereise
● Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollpension an Bord
● alle Landgänge und Zodiacfahrten während der Seereise
● erfahrenes Expeditionsteam an Bord
● informative Lektorenvorträge zu Flora, Fauna und Gebiet
● ein Reisehandbuch nach Wahl
● PolarNEWS-Reiseleitung ab/bis Zürich (deutschsprachig)
● PolarNEWS-Reiserucksack


Im Preis nicht inbegriffen
● Visum für Russland
● alkoholische Getränke an Bord,
● weitere Mahlzeiten in Moskau und Anadyr
● Trinkgelder an Bord,
● Versicherung
● evtl. Treibstoffzuschläge


Zahlungsbedingungen
Anzahlung bei Buchung CHF 20% pro Person
Restzahlung 45 Tage vor Abreise


Annullationskonditionen
180 Tage vor Reisebeginn: CHF 10%
179-91 Tage: 25% des Reisepreises
ab 90 Tage: 100% des Reisepreises
zuzüglich Kosten für ausgestellte Visa.

Steffen Graupner, Dipl.-Geophysiker & Vulkanologe

Steffen Graupner wurde 1972 in Jena geboren. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Feinmechaniker studierte er in Jena und Leeds Physik, Geophysik, Meteorologie, Astrophysik und Geologie. Studienbegleitend entdeckte er das Hochgebirgsbergsteigen für sich. Als Vulkanologe forscht er heute über die aktiven Vulkane Südamerikas.

Seine Entdeckerlust führte Steffen Graupner seit 1994 beruflich sowie privat zu zahlreichen Reisen nach Kamtschatka, Tschukotka, Zentralasien, Afghanistan, Südamerika, Indonesien, Ostafrika und immer wieder in die russische Arktis. Neben den Bergbesteigungen (u.a. Muztagh Ata (7546m), Pik Lenin (7134m), Aconcagua (6959m), Ojos del Salado (6893m), Kljutschewskaja Sopka (4750m),…) bildet die fotojournalistische Auseinandersetzung mit Natur und Mensch bei diesen Expeditionen einen wichtigen Schwerpunkt. In zahlreichen daraus entstandenen Veröffentlichungen für renommierte deutsche Magazine wie TERRA oder TOURS und seinen Dia-Multivisionsshows gelingt dem Vulkanologen eine sensible Synthese der Darstellung von allgemeinen Reiseerlebnissen und geowissenschaftlichen sowie alpinistischen Höhepunkten.

Neben der universitären Arbeit berät Steffen Graupner als berufenes Mitglied des VHDL (Volcanic Hazard Documentation and Logistic Research) Reiseveranstalter zu Möglichkeiten und Gefahren des Tourismus an Vulkanen und führt selbst als Expeditionsleiter Touristen zu den schönsten Vulkanen der Erde, in die Hochgebirge Zentralasiens und zu den arktischen Küsten Russlands.

Im Frühjahr 2008 konnte er mit PolarNEWS an der ersten westeuropäischen Expedition zu den Rentierhirten im bis dahin für Ausländer gesperrten Landesinneren Tschukotkas teilnehmen. Daraus erwuchs im Winter des Folgejahres eine vielbeachtete Skitour auf dem Eis der tschuktschischen Beringstrasse und im Frühling 2010 eine Hundeschlittentour entlang der Küsten des Beringmeeres. Seitdem ist Steffen Graupner jährlich auf Besuch in Tschukotka bei den Rentiernomaden der Tundra und den Meeressäugerjägern der Küste. Im Sommer 2014 begleitete er als Lektor die erste Nordostpassage eines westlichen Schiffes und im 2015 auch die zweite touristische Nordostpassage.

Ich möchte mehr über diese aussergewöhnliche Reise erfahren, weiter...

Wenn Sie an dieser PolarNEWS-Leserreise Interesse gefunden haben, kontaktieren Sie uns doch einfach unter:

PolarNEWS
Heiner + Rosamaria Kubny
Ackersteinstr. 20
CH-8049 Zürich

Tel +41 44 342 36 60
Fax +41 44 342 36 61

Mail:
reisen@polarnews.ch


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