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Grösse: 11 - 18 Meter
Gewicht: 30 - 80 Tonnen
Populationsgrösse: 3'000 – 5’000


Allgemein
Südliche Glattwale gehören in die zweite Gruppe der Bartenwale, nämlich zu den Namensgebenden Glattwalen. Diese besitzen keinen furchigen Kehlsack. Dafür sind die Mäuler riesig wenn aufgesperrt (beim Grönlandwal bis 4 m). Sie sind nahe verwandt mit dem vom Aussterben bedrohten Nördlichen Glattwal, von dem es nur noch 300 – 500 Individuen geben soll.
Südliche Glattwale bewohnen die küstennahen Bereiche der gemässigten und subpolaren Meere, machen jedoch auch saisonale Wanderungen, wie alle Bartenwale. Sie sind massive, unförmig scheinende Tiere, die zwischen 11 18 m lang und bis zu 80 t schwer werden. Sie sind nicht schnelle Schwimmer (9 – 11 km/h), können aber akrobatisch anmutende Aktivitäten vollbringen, z.B. hohe Sprünge, Kopfstehen und Winken mit der Fluke. Die Weibchen sind auch hier etwas grösser als die Männchen. Die Kälber werden nach rund 12 Monaten Tragzeit geboren und messen 4 – 6 m und ca. 1 t. Die Tiere leben ansonsten als Einzelgänger. Ein spezieller Rekord wird von dieser Walart gehalten: Südliche Glattwalbullen besitzen die grössten Hoden (ca. 500 kg/ Stück) aller Säugetiere.


Nahrung
Glattwale finden sich oft in Küstennähe, wo sie kleine Krebse und anderes Plankton mit ihren enorm langen Barten (-4 m lang) aus dem Wasser filtrieren.

Südlicher Glattwal und Mensch
Südliche Glattwale sind einfach zu identifizieren: Sie besitzen keine Rückenfinne und ihr Blas geht V-förmig bis zu 5 m hoch. Ausserdem besitzen sie eine markante Fluke und, als besonderes Merkmal, ist ihr Kopf mit hornigen, hellen Schwielen übersät. Die auf der Oberseite sitzenden Stellen sehen aus wie eine Mütze, die dem Wal seinen Namen „Südkaper“ gibt. Die Färbung des Körpers ist ansonsten dunkelgrau.
Die Jagd auf Glattwale ist schon seit dem Mittelalter bekannt (10. Jhd.). Da sie vor allem in Küstennähe vorkommen und nur langsame Schwimmer sind (maximal 5 km/h), waren sie die ideale Beute der ersten Walfänger. Zusätzlich wurde ihnen zum Verhängnis, dass sie sehr fetthaltig waren und dadurch bei ihrem Tod nicht sofort untergingen, sondern noch lange an der Oberfläche trieben. Bis zum industrialisierten Walfang wurde ihre Zahl so stark dezimiert, dass sie als extrem gefährdet galten, ähnlich wie ihre nördlichen Verwandten. Bereits 1937 wurden sowohl der südliche wie auch der nördliche Glattwal unter Schutz gestellt. Aber während die Anzahl der südlichen Glattwale sehr langsam wieder ansteigt (heute ca. 3‘000 – 5‘000 in gesamten Südhemisphäre), steht der nördliche Glattwal mit nur noch etwa 300 Individuen kurz vor der Ausrottung.