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Grösse: 18 – 22 Meter
Gewicht: 30 – 80 Tonnen
Population: Nordhemisphäre ca. 20’000
Population: Südhemisphäre ca. 100’000


Allgemein
Finnwale werden zwischen 18 und 22 m lang und bis zu 80 t schwer. Das längste je gemessen Tier mass 26 Meter. Damit sind sie die zweitgrösste Tierart der Welt. Auch sie sind Bartenwale und gehören zu den Furchenwalen (benannt nach ihrem gefurchten Kehlsack, der bei der Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle spielt). In ihrer Biologie sind sie den Blauwalen ähnlich, d.h. auch sie unternehmen lange Wanderungen zwischen Fortpflanzungs- und Nahrungsgebieten. Auch hier sind die Weibchen etwas grösser als die Bullen und auch die Jungen sind schon bei der Geburt richtige „Brocken“ (bis 6 m lang und 2 t schwer). Finnwale haben einen 2-jährigen Fortpflanzungszyklus, die Tragzeit beläuft sich auf 11 Monate.
Finnwale sind beinahe überall zuhause, sogar im westlichen Mittelmeer. Nur die kleinen Randmeere meiden sie. Wie bei den Blauwalen existieren Populationen auf beiden Seiten des Globus. Dabei sind die Individuen der Südhalbkugel meist etwas grösser als diejenigen im Norden. Die Unterschiede sind jedoch gering. Ein Austausch über den Äquator ist auch hier nicht bekannt. Die Populationsgrössen belaufen sich nach Schätzungen auf etwa 100'000 Tiere im Süden und 20'000 im Norden.


Nahrung
Finnwale sind ernähren sich hauptsächlich von Krill und kleinen Schwarmfischen. Man hat jedoch auch schon Kalmare im Magen von Finnwalen gefunden. Grundsätzlich passen sie sich an die Gegebenheiten ihres Standortes an, sind also Opportunisten.

Finnwal und Mensch
Finnwale sind, ähnlich wie Blauwale, aus grosser Entfernung vor allem an ihrem hohen Blas zu erkennen (4 – 6 m). Ein weiteres Merkmal ist die etwas grössere Rückenfinne und eine lange Kopfleiste, die sich vom Blasloch bis fast ganz an die Schnauzenspitze erstreckt. Die Färbung ist gräulich mit einer weissen Unterseite. Ein prominentes Merkmal ist der farblich asymmetrische Unterkiefer: die linke Seite ist einheitlich grau, die rechte Seite aber hell – weiss, was jedoch nur bei genauer Beobachtung zu sehen ist.
Finnwale waren wahrscheinlich einst die häufigste Walart in den Ozeanen. Kommerzieller Walfang hatte die Art jedoch stark dezimiert. Auf dem Höhepunkt des kommerziellen Walfangs wurden 30'000 Tiere pro Jahr gejagt. Damit trug der Finnwal die Hauptlast des kommerziellen Walfangs. Aber erst 1986 wurde die Jagd auf Finnwale international verboten. Ein Nebeneffekt der extensiven Jagd war, dass die Tiere schneller wuchsen und früher geschlechtsreif wurden. Dadurch wurden immer jüngere Tiere gejagt, was zu einer Veränderung der Altersstruktur führte, d.h. die alten, erfahrenen Tiere fehlten in den Gruppen.. Island hat jedoch im Herbst 2006 wieder einen Finnwal für kommerzielle Zwecke gefangen, was zu heftigen Protesten in der Welt geführt hatte.