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Diese grösste Inselgruppe der Antarktis ist gleichzeitig auch das am frühsten und am häufigsten besuchten Gebiet. Schon 1956 führte «Lan Chile» Überflüge durch und das argentinische Schiff «Les Eclaireurs» unternahm bereits im Januar und Februar 1958 Touristenreisen zu den South Shetlands. Seitdem fehlt diese Inselgruppe auf fast keiner touristischen Antarktisreise, hat sie doch wegen ihrer Geologie, der landschaftlichen Schönheit und der reichhaltigen Tierwelt einiges zu bieten.


Geografie
Über etwa 540 km Länge erstreckt sich die Inselkette der South Shetlands nördlich der Antarktischen Halbinsel, 900 km südlich von Kap Horn. Die etwa 20 grösseren Inseln lassen sich in vier Gruppen einteilen: Im Nordosten liegt Elephant und Clarence Island, in der Mitte King Georg und Nelson Island, ihnen schliessen sich Robert, Greenwich, Livingston, Snow und Deception an, eine kleinere Gruppe im Südwesten bilden Smith und die Low Island. Ferner gehören etwa 150 Schären und Felsen zur Inselgruppe. Grösste Insel des gesamten Archipels ist die nahezu vollständig vergletscherte King Georg Island. Ihre höchste Erhebung, der Melville Peak, ist 564 Meter hoch. Im Südwesten von King Georg Island haben zahlreiche Staaten Forschungsstationen errichtet.
Die South Shetland Islands sind vulkanischen Ursprungs, auch heute noch werden sie gelegentlich von Erdbeben erschüttert. Vulkanausbrüche in den Jahren 1967 und 1969 auf Deception Island zerstören chilenische und britische Forschungsstationen. Im Frühjahr sind die Passagen zwischen den einzelnen Inseln meist durch grosse Eisberge blockiert. Im antarktischen Winter sind sie nur mit dem Eisbrecher erreichbar. Höchster Berg des gesamten Archipels ist der Mount Foster mit 2.105 m auf Smith Island.


Klima
Bereits die Walfänger des 19. Jahrhunderts berichteten, dass die South Shetland Islands eine Wetterscheide bilden. Während im Norden das schönste Wetter herrschen kann, können in der Bransfield Strait Nebel und Schneetreiben herrschen. Das Klima der South Shetland Islands ist vom Südpolarmeer geprägt, dessen Wassertemperatur bei ein bis zwei Grad unter null liegen. Entsprechend milde sind die Temperaturen an Land, die sich im Sommer zwischen 0º Cel. und 3º Cel. bewegen. Oft liegt eine Wolkendecke über den Inseln und im Sommer kommt es sogar zu Regenfällen. Auf den South Shetlands sind die Niederschlagsmengen mit bis zu 2.000 mm erheblich.


Geschichte
Möglicherweise sichtete der Niederländer Dirk Gherritszoon bereits 1599 die Inselgruppe, doch war es Kapitän William Smith auf der «Williams», der im Februar 1819 als erster erwiesenermassen den Archipel sichtete und an Land ging. Das Schicksal sollte hier ähnlich ablaufen wie auf vielen anderen Inseln rund um die Antarktis, denn in der Folge verbreitete sich die Neuigkeit ihrer Entdeckung und der grossen Robbenbestände schnell und zog viele Robbenfänger in das Gebiet. In der Saison 1820/21 waren bereits 91 Fangschiffe unterwegs, kurze Zeit später war die dortige Seebärenpopulation fast ausgerottet. Heute besitzen die South Shetlands wieder ein reiches Tierleben. Neben Seebären und See-Elefanten findet man hier grosse Kolonien von Zügel-, Adelie- und Eselpinguinen.



Landestellen auf den South Shetland Islands
Über Landestellen auf den South Shetland Islands, dazu mehr über die Geschichte, Fauna und Flora erfahren Sie im Taschenbuch «Reisebegleiter» von Christine Reinke-Kunze / Klemens Pütz

ISBN -10 3-033-00606-X

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