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Die South-Orkney-Islands liegen jenseits des 60. Breitengrades und gehören damit zu dem durch den Antarktisvertrag geschützten Gebiet. Die maritime Inselgruppe hebt sich schroff und zerklüftet aus dem Südpolarmeer, fast alle Berge sind vergletschert und bieten damit eine höchst eindrucksvolle Kulisse. Trotz des unwirtlichen Aussehens kommt aber auch auf den South-Orkney-Island die Tierwelt nicht zu kurz.


Geologie und Geografie
Die South-Orkneys, eine kleine, kompakte Inselgruppe von 622 km2, liegen etwa auf halbem Weg zwischen South Georgia und der Antarktischen Halbinsel, von der sie noch 600 km entfernt sind. Die Entfernung zu den South Sandwich Islands beträgt rund 1.000 km. Geologisch gehören die South-Orkney-Islands wie auch South Georgia zum Südantillen-Rücken.
Die beiden grössten Inseln sind Coronation und Laurie. Beide sind landschaftlich beeindruckend. Das Bergland von Coronation ragt bis zu einer Höhe von 2.195 m auf, es ist das ganze Jahr vergletschert. Gegenüber Coronation Island liegt das kleine Eiland Signy, als vierte grössere Insel gehört Powell Island zum Archipel. Die gesamte Gruppe der South-Orkney-Islands ist im Winter durch den die Antarktis umgebenen Packeisgürtel eingeschlossen, bzw. mit dem antarktischen Kontinent verbunden.


Klima
Das Wetter im Frühjahr und Sommer ist oft unbeständig, trüb und neblig. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt -5º Cel, von November bis April gibt es nur geringe Temperaturschwankungen, im Winter hingegen sind die Schwankungen grösser. Der Juli ist mit -3º bis -15º Cel. der kälteste Monat. Die bisher tiefste Temperatur wurde am 3. August 1904 mit -40,1º Cel. gemessen.


Geschichte
Die Geschichte der South-Orkney-Islands ist wie die vieler subantarktischer Inseln eng mit dem Robben- und Walfang verbunden. Die Robben wurden soweit dezimiert, dass ein Besucher 1936 nur einen einzigen Seebär sichtete. Der Walfang setzte ein, als 1911/12 verschiedene Fangschiffe in den Gewässern im die Inseln auftauchten, darunter auch die «Tioga», das erste Schiff, das auf hoher See Walfang betrieb. Es strandete 1913 vor Signy. 1903 errichtete der Schotte William Spiers Bruce mit Unterstützung der Gebrüder Coats auf Laurie Island ein Observatorium. Enttäuscht, dass er für seine Unternehmung von Grossbritannien keinerlei Unterstützung erhalten hatte, nannte er sie «Schottische Expedition» – selbst das Schiff hiess «Scotia».


Ein Steinhaus wurde errichtet, dessen Reste noch heute zu sehen sind und das die Schotten «Ommond House» nannten. Bruce bot die Station ein Jahr später den Briten an, doch sie zeigten kein Interesse. Die Station wurde danach von Argentinien übernommen, und die 1903 unter Bruce begonnenen meteorologischen Messungen werden von ihnen bis zum heutigen Tag weitergeführt. Die Station «Orcadas», wie sie heute heisst ist die älteste noch immer im Betrieb stehende Station in der Antarktis.
Grossbritannien errichteten 1946 auf Signy Island eine Meteorologische Station gleichen Namens, auch um Hoheitsansprüche in dem Gebiet zu demonstrieren.



Landestellen auf den South Orkney Islands
Über Landestellen auf den South Orkney Islands, dazu mehr über die Geschichte, Fauna und Flora erfahren Sie im Taschenbuch «Reisebegleiter» von Christine Reinke-Kunze / Klemens Pütz

ISBN -10 3-033-00606-X

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