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Geographie

Die Falklandinseln bestehen aus 2 Hauptinseln - Westfalkland und Ostfalkland und etwa 200 kleinere Inseln. Die nördlichen Teile der beiden Hauptinseln sind von Hügelketten überzogen. Der höchst Berg ist der «Mount Usborne» auf Ostfalkland mit einer Höhe von 708 Meter über Meer, der zweithöchste Berg ist der «Mount Adam» und befindet sich auf Westfalkland.
Zwischen Ost- und Westfalkland verläuft der breite Falklandsund, an dem Port Howard liegt. Auch die Ostinsel wird bei Darwin von einem langen Fjord beinahe in zwei Hälften geteilt. An der Ostküste liegt die Hauptstadt Stanley, hier wohnen mit ca. 2.000 Einwohnern fast 80% der Bevölkerung Falklands. Von den übrigen 200 Inseln sind nur etwa fünf grösser als 10 km2.
Die heutige Landschaft der Falklandinseln wurde durch die wiederholten Vergletscherungen im Eiszeitalter geformt. Dabei bildete sich vor allem eine glaziale Abtragungslandschaft. Fjorde, Rundhöcker und durch das Eis geformte Seen sind typisch. In der Nacheiszeit sind viele Landstriche aufgrund des feuchtkalten Klimas vermoort.


Klima
Das Klima ist kühl, reich an Niederschlägen und wird von einem starken beständigen Westwind geprägt. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei nur 5°Celsius. Nur in den südlichen Hochsommermonaten von Dezember bis Februar klettert das Quecksilber an ganz wenigen Tagen auf gegen 20° Celsius. Ansonsten liegt die durchschnittliche Tagestemperatur auch zwischen Oktober und April bei 8° Celsius bis 12° Celsius. Zwischen Mai und September herrscht auch tagsüber meist Dauerfrost. Zumindest klettert in diesen Monaten das Quecksilber tagsüber selten auf über 3° Celsius. Daneben regnet oder schneit es an durchschnittlich 200 Tagen im Jahr. Dies macht die Inseln von den klimatischen Verhältnissen her nicht besonders attraktiv für Dauerbewohner.


Fauna und Flora
Insgesamt verzeichnet die Flora der Falklands 278 Arten. Das subantarktische Klima erlaubt nur das Wachstum von kleinen, max. 5 m hohen Zwerg-Birken. Die Inseln sind überzogen von zahlreichen Gräsern, sowie verschiedenen Kleearten. Es gibt auf den Falklandinseln 63 heimische Vogelarten, darunter Albatrosse, Enten, Geierfalken und den endemischen Falklandpieper. An den Küsten brüten grosse Pinguinkolonien, die mehrere Millionen Vögel umfassen, dies sind Magellan-, Esel-, Felsen- und Königspinguine. Zudem findet man an den Küsten Kolonien von Seelöwen und See-Elefanten. Heute gibt es auf den Inseln neben den allgegenwärtigen Schafen zahlreiche eingeschleppte Tiere, wie etwa Ratten, Mäuse, Kaninchen und Katzen.


Geschichte
Vor der Ankunft europäischer Siedler waren die Falklandinseln unbewohnt – vor allem wegen ihres rauen Klimas. Sie wurden 1592 vom englischen Seefahrer John Davis entdeckt, der sie jedoch nur sichtete. Er hatte sich von Puerto Deseado aus auf die Suche nach den anderen drei Schiffen unter dem Kommando von Thomas Cavendish gemacht, war jedoch in einen Sturm geraten, der ihn nach Falkland führte. Es dauerte weitere 98 Jahre, bis die Inseln erstmals 1690 von John Strong betreten wurden. Er gab ihnen zu Ehren des britischen Offiziers und Politikers Viscount Falkland den Namen Falkland-Inseln.
Die ersten Siedlungen wurden 1764 unter französischer Herrschaft von Louis Antoine de Bougainville gegründet. Der argentinische Name «Islas Malvinas» geht auf die französische Bezeichnung der Inselgruppe – «Les Nouvelles Malouines» – zurück, welche sich auf die Stadt Saint-Malo bezieht.
Die Kolonie wurde jedoch schon 1766 an Spanien übergeben. Seitdem sind die Inseln Gegenstand von Territorialstreitigkeiten, anfangs zwischen England und Spanien, danach bis heute zwischen Grossbritannien und Argentinien.
Das Vereinigte Königreich behauptete seine Ansprüche, indem es 1833 einen Flottenstützpunkt auf der Insel errichtete. 1837 wurde eine Kolonialverwaltung eingerichtet.
Im Ersten Weltkrieg fand zwischen deutschen Kreuzern und einem überlegenen britischen Flottenverband das Seegefecht bei den Falklandinseln statt. Das deutsche Ostasiengeschwader unter Vizeadmiral Maximilian Graf von Spee wollte in den Atlantik in Richtung Deutschland durchbrechen und wurde am 8. Dezember 1914 von den Briten unter Vizeadmiral Sir Frederik Doveton Sturdee vernichtet.
Die Besetzung der Inseln durch Argentinien am 2. April 1982 löste den Falklandkrieg aus. Grossbritannien reagierte sieben Wochen später mit der Landung von Truppen. Nach kurzen, aber blutigen Kämpfen konnten die britischen Truppen Argentinien am 14. Juni 1982 zur Aufgabe bewegen. Die britische Marine erlitt bei den Gefechten jedoch höhere Verluste als erwartet, da ihre modernen, grösstenteils aus Leichtmetall gefertigten Schiffe nach Raketeneinschlägen in grossem Ausmass in Brand gerieten.
Insgesamt kostete der Falklandkrieg mehr als 1.000 Menschen das Leben. Seitdem ist eine grössere Zahl von Soldaten auf den Inseln stationiert (2004 noch etwa 1.700 Mann). Im letzten Jahrzehnt hat sich der latente Konflikt etwas entspannt. Argentinien erneuert jährlich seinen Anspruch auf die Inselgruppe.



Bevölkerung
Die Bevölkerung stammt von Einwanderern von den Britischen Inseln ab. Über Drei Viertel der Einwohner, die in Mount Pleasant stationierten Militärs nicht eingerechnet, wohnen im Hauptort Stanley. Die übrigen Ansiedlungen verteilen sich über eine grosse Fläche und bestehen oft aus Einzelhöfen.
Die Religionszugehörigkeit ist überwiegend protestantisch. In Port Stanley gibt es als Anglikanische Kirche, die Christchurch Cathedral und eine katholische Kirche.


Kultur
In Stanley gibt es ein Museum, das Gegenstände und Dokumente zur Geschichte der Inseln zeigt. Im Hafen von Stanley gibt es einen Lehrpfad entlang einer Reihe von Schiffswracks, die dort zum Teil seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen.


Politik
Seit 1985 hat Falkland eine eigene Verfassung. Das Parlament besteht aus dem Gouverneur, dem Chief Executive sowie acht auf vier Jahre gewählten Mitgliedern. Da auf Falkland Parteien keine Bedeutung haben, handelt es sich um Unabhängige. Gouverneur ist seit August 2006 Alan Huckle. South Georgia und die South Sandwich Islands werden vom Gouverneur in Personalunion als Commissioner mitverwaltet. Die Regierung «Executive Council» setzt sich zusammen aus dem Gouverneur, dem «Chief Executive», dem «Financial Secretary» und drei Mitgliedern des Parlaments.



Militär
Infolge des Falklandkrieges, an dessen Anfang die wenigen britischen Soldaten auf den Inseln den argentinischen Truppen chancenlos unterlegen waren, wurde die Präsenz der britischen Streitkräfte deutlich verstärkt. Im Jahr 2005 waren noch etwa 1.700 Soldaten aller drei Teilstreitkräfte auf den Inseln stationiert. Der zentrale Stützpunkt ist Mount Pleasant. Die British Army hat dort Infanterie-, Pionier- und Kommandoeinheiten stationiert. Neben der Überwachung der Inseln sind diese vorrangig für das Räumen von Minen und Munition aus Zeiten des Falklandkrieges zuständig, die noch heute Teile der Inseln zu Sperrgebieten machen.
Die Royal Air Force hat in Mount Pleasant ein Vickers VC10-Tankflugzeug, vier Tornado F3-Abfangjäger, ein Hercules-Transportflugzeug, sowie mehrere Transport- und SAR-Hubschrauber stationiert. Der Stützpunkt dient zudem der zivilen Versorgung der Inseln im Überseeverkehr.
Mount Pleasant wird zudem von der Royal Navy genutzt, die dort eine Korvette der Castle-Klasse sowie einen Lenkwaffenzerstörer oder eine Fregatte stationiert hat. Zudem patrouillieren regelmässig britische Atom-U-Boote im Südatlantik, deren Fahrten allerdings geheim gehalten werden. In Notfällen kann zudem das Antarktispatrouillenschiff «HMS Endurance» hinzugezogen werden. In Mount Pleasant ist ausserdem eine Abordnung der Royal Marines stationiert. Die britischen Streitkräfte können zudem im Ernstfall von der «Falkland Islands Defence Force» unterstützt werden. Diese setzt sich aus Bewohnern der Inseln zusammen und ist im Stil einer militärischen Reserveeinheit organisiert.


Wirtschaft
Falkland hat eine eigene Währung, das Falkland-Pfund. Dieses ist an das britische Pfund gebunden. Das wichtigste Exportgut von Bedeutung ist Wolle, Handelspartner ist hauptsächlich Grossbritannien. Über Industrie, bzw. industrielle Produktion abgesehen von Fischfabriken, verfügen die Inseln indes nicht. Das Aussenhandelsdefizit macht etwa die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts aus, die Inseln sind also völlig von Grossbritannien abhängig. Das BIP pro Kopf liegt bei etwa 20.800 Euro (2003). Die Arbeitslosigkeit liegt mit 6 % über dem Durchschnitt des Vereinigten Königreichs.
Ausser der Schafzucht hat noch die Fischerei gewisse Bedeutung sowie die Erzeugung von Häuten, Talg, Fischbein und Walöl. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist die Vergabe von Fischfanglizenzen an ausländische Unternehmen. Dies führt manchmal zu Konflikten mit dem Nachbarland Argentinien, das die Inseln beansprucht und in diesem Fall den Standpunkt vertritt, dass die exzessive Fischerei in dieser Region zu ökologischen Schäden, auch im argentinischen Teil des Südatlantiks, führe. Die Entdeckung von grossen Ölfeldern vor den Inseln führte in den späten 90er-jahren zu erneuten politischen Spannungen zwischen Grossbritannien und Argentinien. Inzwischen werden diese Felder von verschiedenen Firmen, unter anderem «Falkland Oil & Gas», erkundet. Mit ersten Bohrungen ist ab 2008 zu rechnen. Die Inseln selber profitieren ebenfalls von dieser jüngsten Entwicklung. Ansonsten sind die Inseln wirtschaftlich vollkommen unbedeutend.


Infrastruktur
Die Falklandinseln können von Grossbritannien aus mit der Britischen Luftwaffe (RAF) erreicht werden. Die RAF fliegt bis zu drei Mal wöchentlich mit Tristar-Transportflugzeugen zwischen Brize Norton in Oxfordshire und Mount Pleasant auf den Falklandinseln, die auch dem Zivilverkehr dienen. Von Mount Pleasant gibt es auch Flugverbindungen nach Chile. Eine Flugverbindung nach Argentinien existiert seit dem Falklandkrieg nicht mehr.
Der Inlandverkehr wird von der Falkland Island «Gouvernment Airlines System» (FIGAS) mit einer Flotte von sechs «Britten-Norman BN-2 Islander» gewährleistet, die ihre Flugpläne täglich auf Vorbestellung nach Bedarf zusammenstellt. Die Flugpläne werden am Vorabend per Radio bekannt gegeben. Der Inlandverkehr nutzt den Flugplatz von Port Stanley als Ausgangsbasis. Bei den über die Inseln verstreuten Siedlungen bestehen Landeplätze – oft nur Rasenstreifen oder ein geeigneter Strand.
Schiffsverkehr zwischen den Inseln besteht nur für den Warentransport.
Die einzige ausgebaute Strasse ausserhalb der Ortschaften besteht zwischen Port Stanley und dem 50 Kilometer entfernten Militärstützpunkt Mount Pleasant.
Seit Dezember 2005 gibt es ein GSM-Mobiltelefonnetz. Im Wesentlichen deckt es die Gebiete um Port Stanley und Mount Pleasant ab.



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Offizielle Website der Falkland Inseln